
Buchführungsbüro oder Steuerberater? Am besten beides!
Für kleine und mittelständische Unternehmen ist es üblich, einen Steuerberater für alle Belange rund um Buchhaltung und Steuern zu beauftragen. In letzter Zeit erhalte ich jedoch vermehrt Anfragen von Unternehmern, die Schwierigkeiten haben, eine Steuerkanzlei zu finden, die nicht nur Steuererklärungen und Jahresabschlüsse, sondern auch die laufende Buchführung übernimmt. Der Grund dafür ist derselbe wie in vielen anderen Branchen: Fachkräftemangel.
Laut der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) beträgt das Durchschnittsalter der Steuerberater im Jahr 2023 54 Jahre. Über 30% aller Steuerberater in Deutschland sind älter als 61 Jahre. Gleichzeitig wächst die Anzahl der Steuerberater in den letzten drei Jahren durchschnittlich nur um 1,9%. Viele Steuerberater kombinieren ihre Steuerberatungsdienste mit Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung, was den Zugang zu Steuerberatung für kleine und mittelständische Unternehmen weiter erschwert.
Deshalb kooperieren viele Steuerberater mit Buchführungsbüros, die die laufende Buchhaltung für die Unternehmen übernehmen. Diese Zusammenarbeit erleichtert die Erstellung von Steuermeldungen und Abschlüssen für den Steuerberater erheblich. Das Buchführungsbüro koordiniert seine Arbeit mit dem Steuerberater und agiert als Ansprechpartner für die Unternehmer in allen buchhalterischen Fragen.
In puncto Kosten ist die Zusammenarbeit mit einem freiberuflichen Buchhalter nicht teurer als die mit einem Steuerberater. Tatsächlich kann diese Kooperation oft kosteneffizienter sein, da sie die Ressourcen optimal nutzt und gleichzeitig die Qualität der Buchhaltung sicherstellt.